Amaryllis und Ritterstern richtig pflegen – NDR.de

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Stand: 04.12.2019 09:54 Uhr

Rosafarbene Blüten einer Amaryllis © dpa Foto: Monika Skolimowska


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Mit der richtigen Pflege können Rittersterne über mehrere Jahre zum Blühen gebracht werden.

Amaryllis und Ritterstern gehören beide zur selben Familie und sehen sehr ähnlich aus. Angeboten werden sie meist unter dem Namen Amaryllis, obwohl es sich in der Regel um Rittersterne (Hippeastrum) handelt. Der Grund für die nicht korrekte Bezeichnung liegt in der Geschichte. Früher wurden beide Pflanzen botanisch als Amaryllis bezeichnet, später wurde die Einordnung korrigiert. Während die Amaryllis zuerst Blätter und dann Blüten bildet, ist es beim Ritterstern genau umgekehrt. Im allgemeinen Sprachgebrauch werden Rittersterne jedoch bis heute als Amaryllis bezeichnet.

Der Nordmagazion-Gärtner.

Was tun, damit die Amaryllis wieder blüht?

Nordmagazin21.03.2019 19:30 Uhr

Prächtige Blüten zeichnen Amaryllis aus. Bei richtiger Pflege halten sie bis Weihnachten, beziehungsweise treiben dann wieder aus und blühen erneut.

Amaryllis im Frühjahr umtopfen

Vor allem in der Vorweihnachtszeit haben die Pflanzen mit den prächtigen großen Blüten bei uns Konjunktur. Sind die Blüten verwelkt, müssen die Pflanzen jedoch nicht entsorgt werden, denn mit der richtigen Pflege blüht die Amaryllis jedes Jahr aufs Neue. Im Frühjahr, wenn das Laub und die Wurzeln wachsen, sollte der Amaryllis zunächst umgetopft und mit frischem Substrat versorgt werden, damit die Pflanze ausreichend Nährstoffe bekommt.

Wurzeln und Blütenstand gründlich zurückschneiden

Die Reste der alten Wurzeln sollten bei dieser Gelegenheit entfernt werden. Das abgestorbene Material kann eine Brutstätte für Fäulnis, Pilze oder Pflanzenkrankheiten sein. Verwelkte Blüten müssen zeitig entfernt werden, damit sich keine Samen bilden, die die Zwiebel unnötig Kraft kosten. Den Stängel oder Blütenschaft so lange stehen lassen, bis er welk wird – dann sauber abschneiden. Die Amaryllis weiterhin regelmäßig gießen und düngen sowie an einen wärmeren Standort stellen, damit sich die langen, schmalen Blätter bilden können. Aus ihnen zieht sich die Zwiebel Nährstoffe, die sie für die Ruhezeit braucht. Ab Mitte Mai kann die Pflanze auch an einem geschützten Platz draußen stehen.

Ruhezeit ab Spätsommer

Ab August die Amaryllis nur noch mäßig gießen und die Düngung einstellen, im September die verwelkten Blätter abschneiden. Bis Ende Oktober sollte die Zwiebel, am besten eingewickelt in Zeitungspapier, an einem dunklen und kühlen Ort stehen. Diese Ruhephase ist wichtig, damit die Pflanze wieder prachtvoll blüht. Das Paket muss trocken und kühl bei acht bis 15 Grad gelagert werden. Wer keinen Keller hat, kann auch das Gemüsefach des Kühlschranks nutzen. Aber aufgepasst: Die Amaryllis gehört zwar zu den Knoblauchgewächsen, ist aber ungenießbar – zwei Gramm sind tödlich. Also wirklich so wegpacken, dass niemand auf die Idee kommt, davon zu essen.

Pflege-Plan: Amaryllis wieder zum Blühen bringen

Amaryllis im Herbst neu einpflanzen

Einen guten Monat bevor die Amaryllis wieder blühen soll, endet die Ruhephase. Dann kann die Pflanze bei Bedarf in einen größeren Topf umgepflanzt und mit frischer Erde versorgt werden. Alte Erde im oberen Teil der Zwiebel in jedem Fall entfernen und durch frische ersetzen. Bis die Zwiebel austreibt, sollte der Topf an einem dunklen, kühlen Ort stehen und nach und nach immer mehr gegossen werden. Achtung: Erst gießen, wenn der Blütenstand mit der Knospe etwa zehn Zentimeter aus der Zwiebel herausguckt. Zwiebelgewächse mögen es im Allgemeinen nicht sehr feucht. Steht die Pflanze draußen, sollte sie rechtzeitig vor Beginn der ersten Fröste wieder ins Haus geholt werden.

Lose Zwiebeln im Spätwinter oder Herbst pflanzen

Amaryllis benötigt nur wenige Wochen, um drei bis vier imposante Blüten zu produzieren und ist leicht zu pflegen. Wer eine lose Zwiebel kauft, pflanzt sie im Spätherbst oder Winter in einen Topf, der nicht viel größer ist als die Zwiebel selbst. Ein gutes Drittel der Zwiebel sollte aus der Erde herausragen. Als Substrate lassen sich sowohl Einheitserde als auch Sand und Hydrokultur verwenden. Bevor die Amaryllis auf Hydrokultur umgestellt werden kann, müssen allerdings alle Wurzeln entfernt werden.

Heller Standort ist ideal

Bereits ein paar Tage nachdem die Zwiebel in die Erde gesetzt und mit handwarmem Wasser angegossen wurde, schiebt sich aus ihrer Mitte ein kräftiger, grüner Schaft. Ist er etwa handhoch, sollte die Pflanze regelmäßig gewässert und einmal wöchentlich gedüngt werden. Etwa fünf bis acht Wochen später öffnen sich die am Schaft sitzenden Blüten. Sie halten am besten, wenn die Pflanze an einem hellen, nicht zu sonnigen Platz bei etwa 20 Grad steht.

Blütenfarben von Schneeweiß bis Tiefrot

Da die echte Amaryllis selten angeboten wird, empfindlich ist und bereits im Herbst blüht, ist der Ritterstern die richtige Wahl für die Weihnachtsdekoration oder als Geschenk. Die Farbpalette seiner Blüten reicht von Schneeweiß über Zartrosa bis hin zum klassischen tiefen Rot und zahlreichen gemischten Blütenblättern.

Auch als Schnittblume attraktiv

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Amaryllis gibt es in der Weihnachtszeit auch als Schnittblumen zu kaufen. Damit lassen sich hübsche Sträuße gestalten.

Wem die Pflege von Ritterstern und Amaryllis zu aufwendig ist, kann auch Schnittblumen kaufen. Gerade in der Vorweihnachtszeit ist das Angebot vielfältig. Die Blumen sind nicht nur einzeln sehr dekorativ, sondern lassen sich auch gut in weihnachtlichen Sträußen mit Nadelzweigen, Zapfen und anderem Grün kombinieren. Tipp: Den Stiel anschneiden und mit Tesafilm umwickeln, damit er sich in der Vase nicht aufrollen kann und nur wenig Wasser in die Vase geben. Beides sorgt dafür, dass die Blüten bis zu zwei Wochen halten.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV |
Nordmagazin |
21.03.2019 | 19:30 Uhr

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