Frau (26) infiziert sich mit Pocken-Viren – und wird so zum Forschungsobjekt – wize.life

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Pocken wurden von der Weltgesundheitsorganisation WHO 1980 offiziell für ausgerottet erklärt. Dennoch hat sich in den USA eine 26-Jährige mit pockenähnlichen Viren infiziert.

Die Frau arbeitete als Laborantin in einem Hochsicherheitslabor, als sie sich im Dezember 2018 mit einer Injektionsnadel versehentlich in den Finger stach.

Das Missgeschick war ihr passiert, als sie gerade dabei war, einer Labormaus gentechnisch veränderte, pockenähnliche Viren zu spritzen.

Wenig später zeigten sich zunächst Bläschen an der Einstichstelle, dann bekam die junge Frau Fieber und geschwollene Lymphknoten, litt an Ödem und Nekrose am Finger. Nach drei Wochen begann das Hautgewebe an ihrer Fingerkuppe abzusterben.

Die Fotos aus der Fallstudie zeigen den Krankheitsverlauf: An dem Finger der Frau bildeten sich ein Ödem und eine Nekrose
Morbidity and Mortality Weekly Report/CDCDie Fotos aus der Fallstudie zeigen den Krankheitsverlauf: An dem Finger der Frau bildeten sich ein Ödem und eine Nekrose

Doch nach vier Monaten war die Frau, die vor Beginn ihrer Anstellung in dem Labor nicht geimpft werden wollte, wieder geheilt, berichtet die US-Seuchenschutzbehörde “Centers for Disease Control an Prevention” (CDC) in einer Fallstudie im “Morbidity and Mortality Weekly Report“.

Für Krieg mit biologischen Waffen entwickelt

Die Seuchenexperten verordneten der jungen Laborantin einen Impfstoff gegen Pocken und behandelten sie außerdem mit einem Wirkstoff, der für den Krieg mit biologischen Waffen entwickelt, aber noch nie zuvor bei einem Menschen angewendet worden war: Der Wirkstoff namens Tecovirimat soll Menschenleben retten, für den Fall, dass der Pockenvirus als Kampfmittel eingesetzt wird.

Doch ob er tatsächlich bei Menschen wirksam ist – darüber gab es zuvor keine Erfahrungswerte.

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Das Missgeschick der 26-Jährigen habe gezeigt, so die Seuchenschutzbehörde: Zusammen mit einer Pockenimpfung hilft Tecovirimat gegen eine Pockeninfektion beim Menschen.

Schon kurz nach der ersten Behandlung ging es der Laborantin besser. Und nach weiteren drei Monaten starb auch das Gewebe nicht mehr ab.

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